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derEnzo

Anfänger

Beiträge: 1

1

Dienstag, 2. September 2008, 07:34

Auswandern?

Hallo. Ich habe den Thread über das Auswandern nach Neuseeland gelesen. Nun, ich kann dazu wohl sagen, dass es mit Sicherheit kein leichtes Unterfangen wird, dorthin auszuwandern. Denn die dortigen Behörden legen den Immigranten zum Teil dicke Steine in den Weg. Wer zuvor aber auf die Idee kommt, einen so genannten Immigration Consultant in Anspruch zu nehmen (das sind die dortigen Einwanderungshelfer), dem würde ich dringend davon abraten. Denn 1. handelt es sich dabei nicht um einen anerkannten Beruf, 2. kann sich nahezu jeder Immigration Consultant nennen, der weiß, wo in Neuseeland beispielsweise das Einwohnermeldeamt ist. So oder so ähnlich sind tatsächlich die Gegebenheiten, aber ich sollte den 3. Punkt auch nicht vergessen: man zahlt viel Geld an diese Leute (sicherlich gibt es diesbezüglich auch Ausnahmen, die ihren Job WIRKLICH gut machen - keine Frage!!!) aber im Endeffekt ist man in der neuen neuseeländischen Heimat fast auf sich allein gestellt. Wenn es nicht die herzlichen und netten Einwohner selbst gäbe, denn die sind unglaublich hilfsbereit, zuvorkommend und haben immer ein offenes Ohr für einen. Dabei sind sie keineswegs aufdringlich, sondern sie sind einfach nur da, wenn Hilfe benötigt wird. Wenn man nach Neuseeland auswandern will, ist übrigens ein Arbeitsvertrag bei einem neuseeländischen Unternehmen unerlässlich. Nebenjobs werden allerdings bei der Einwanderungsbehörde nicht akzeptiert. Auch Englisch-Kenntnisse müssen nachgewiesen werden. Auf der Internet-Seite des New Zealand Immigration Service findet man übrigens supernützliche Tipps inklusive der meisten aller notwendigen Papiere, die dort zum Download bereitstehen (Anträge, Zolldokumente etc.) Sämtliche deutsche, nennenswerte Unterlagen müssen bei einem amtlich anerkannten Übersetzer übersetzt und beglaubigt werden. Danach werden diese Unterlagen beim Qualifications Evaluation Service eingereicht. Hier wird in der Tat auf Herz und Nieren die Einwanderungsfähigkeit geprüft - und viele Einwanderungswillige scheitern schon hier. Welche Steine auf dem Weg nach Neuseeland noch auf einen warten, findet man auf der neuseeländischen Internetpräsenz unter Skilled Migrant Quick Check. Hierbei handelt es sich um ein sehr umfangreiches Formular mit allen möglichen Voraussetzungen, Vorgaben und Anforderungen an die potentiellen Einwanderer. Empfehlenswert ist es, bevor überhaupt irgendetwas geregelt oder bezahlt wird, dieses Prüfverfahren online durchzuführen. Man erhält wenig später schon eine Zu- oder eine Absage... Die Absagen häufen sich jedoch, sodass der Traum vom Auswandern nach Neuseeland recht bald zerplatzen könnte. Das soll hier natürlich keineswegs negativ anmuten, jedoch sollte man nicht mit falschen Hoffnungen an die Sache herangehen. Also: lieber das Negative erwarten - und sich dann doch vielleicht noch vom Positiven überraschen lassen! :D 8) Würde mich freuen, nochmal zu hören, ob der eine oder andere Tipp von mir hilfreich war. Gruß, enzo

Administrator

Administrator

Beiträge: 50

Wohnort: Meine

2

Dienstag, 2. September 2008, 16:59

Das ist ein sehr interessanter Auswanderungsbericht. Ich möchte nur eines noch zu diesem Thema anmerken. Einige kehren wieder in die Heimat zurück. Das ist teilweise eine mangelnde Vorbereitung oder einfach nur Heimweh. Der Hauptgrund ist jedoch, dass viele glauben, wenn sie in einem anderen Land leben, ist der Neuanfang perfekt. So ist das aber überhaupt nicht, denn der Mensch bleibt der gleiche. Diese Erkenntnis kommt vielen jedoch erst nach der Auswanderung und lässt die Frage aufkommen, warum man überhaupt diesen Schritt begangen hat - so schlecht ist es im Heimatland eigentlich doch nicht.

Wie seht Ihr das?

Angie

Anfänger

Beiträge: 2

3

Sonntag, 12. Oktober 2008, 13:47

unüberlegtes Handeln

...ja, dem kann ich nur beipflichten. Bekannte von uns sind vor rund drei Jahren nach Kanada ausgewandert. Er: Betriebswirt, sie: Lehrerin... - demzufolge hätte man eigentlich annehmen können, dass gewisse Vorausplanungen durchgeführt wurden. Haben sie aber nicht. Beide verfügten lediglich über reichlich Kapital sowie perfekte Englischkenntnisse. Einen gelungenen Neuanfang hätte ich den beiden wirklich von Herzen gegönnt!! Zwei wirklich patente Menschen, die es aber nicht für nötig befanden, sich bereits VOR ihrer Ausreise aus Deutschland 1. eine Bleibe und 2. wenigstens einen Job zu suchen. Sie sind tatsächlich auf blauen Dunst - wie man bei uns so schön sagt - losgedüst und kamen nun - vor etwa einem halben Jahr - zurück.... Mit keinem Cent in der Tasche. Nun können sie hier wieder von ganz unten anfangen. Echt schlimm sowas - wie gut, dass sie aber einen stabilen familiären bzw. sozialen background haben, der sie hier irgendwie wieder auffangen kann. Gruß, Angie

Neuwerk

Anfänger

Beiträge: 3

4

Montag, 13. Oktober 2008, 07:02

Auswandern

Ein fröhliches GUTEN MORGEN an alle. ;) Ganz offenbar ist das Thema Auswandern mittlerweile eine sehr beliebte Angelegenheit geworden. Warum wollen die alle bloß aus Deutschland weg?? :D Die entsprechenden TV-Dokus übertreffen sich diesbezüglich beinahe gegenseitig, so dass man schier das Gefühl nicht mehr loswird, dass Deutschland in ein paar Jahren leer sein wird. :rolleyes: Naja. Aber in Anbetracht all' der negativen Vorfälle, die sich für den einen oder anderen Auswanderer gerade in den Anfangszeiten zu häufen scheinen (da haben wir's wieder: Stichwort Unüberlegtheit....), darf man auch die vielen, vielen positiven Auswander-Geschichten nicht vergessen. Denn Fakt ist doch, dass nahezu dreiviertel der Auswanderer woanders ein weitaus besseres Leben führen, als ihnen dies hierzulande je möglich gewesen wäre. Also bitte nicht alles schwarzmalen. 8) Es grüßt herzlich, der Matze

Vivian_neu

Anfänger

Beiträge: 2

5

Samstag, 24. Januar 2009, 09:11

Auswandern

Hi. Einen guten Morgen an alle. Bedenken hat jeder sicher gegen das Auswandern. Wenn es sich mal jemand in den Kopf gesetzt hat, ein neues Leben in einem anderen Land zu beginnen, sind garantiert alle Hoffnungen auf das neue Ziel gerichtet. PERFEKTE Vorbereitunge gehören unabdingbar dazu, das ist doch klar. Auch ich verstehe die Personen bzw. die Familien nicht, die zum Teil sogar mit ihren Kindern in ein neues Land gehen wollen, obwohl sie z. B. keine Fremdsprachenkenntnisse haben oder wichtige Papiere noch gar nicht vorliegen. Ich frage mich, denken die denn gar nicht an ihre Kinder? Dass diese zusätzlichen Belastungen, also die mangelnden Vorbereitungen nur schaden?? Frei nach dem Motto: Nach mir die Sintflut....???! Aber es geht auch anders. Bekannte von uns sind vor mittlerweile fünf Jahren nach Port Macquarie, Australien ausgewandert. Gut, die ersten Wochen waren laut ihrer Aussage gewöhnungsbedürftig, aber sie haben scheinbar alles richtig gemacht. Er hat einen guten Job - den hatte er sogar schon VOR dem Trip nach Downunder sicher, und auch sie arbeitet. Die Kinder gehen dort zur Schule, und auch diese Plätze hatten sie schon vor ihrer Anreise sicher. So wird es gemacht: einen solch' wichtigen Schritt muss man einfach nur richtig planen. 8) Eure Vivian

Travellinchen

Anfänger

Beiträge: 5

6

Freitag, 27. Februar 2009, 11:07

Neuseeland

Hallo alle miteinander. Zum Thema Auswandern habe ich mich ja hier bereits einmal geäußert, und der Wunsch, nach Neuseeland zu gehen, besteht unsererseits immer noch. Eigentlich mehr denn je. Aber es werden doch zahlreiche Steine in den Weg gelegt.... Es fehlt noch immer der sozialversicherungspflichtige Job, ohne den gibt's keine Wohnung. Ohne festen Wohnsitz gibt's kein Auto und so weiter und so fort. Gut, es gab zwar vorab mündliche Zusagen, als ich allerdings vor ein paar Wochen 'rübergeflogen bin, um alles letztendlich dingfest zu machen und die entsprechenden Verträge zu unterschreiben, wußte man angeblich von gar nichts.... Ganz toll. Überhaupt verstehe ich nicht, wie es sich - wenn man die Berichte im TV verfolgt - Familien mit Kindern (!) zutrauen, ohne Job & Co. auszuwandern. Das ist doch die pure Unvernunft!! Nicht nur, dass man vor Ort mit dieser Ungewissheit, dieser bestimmten Form der Angst zu kämpfen hat, sondern auch die Kids fühlen sich in einer solchen Situation doch sicherlich total verunsichert. Kann das der Sinn der Sache sein? Frei nach dem Motto: Neuseeland um jeden Preis?? Ich denke - nein! Ich stimme meinem Vorredner voll zu: erst muss die Planung vollständig angegangen werden und alle benötigten Papiere vorliegen. Erst dann kann man den großen Schritt über den großen Teich wagen. Soviel dazu. Es grüßt Travellinchen

SonnenanPeter

Anfänger

Beiträge: 2

7

Freitag, 13. März 2009, 14:10

erst gestern

Ein fröhliches Hallo an alle hier im Forum. Zum Thema Auswandern würde ich auch gern etwas sagen. Erst gestern habe ich noch einen TV-Bericht gesehen, der doch eigentlich eine abschreckende Wirkung haben sollte auf alle die, die quasi Hals-über-Kopf in einem fremden Land neu anfangen wollen. Die Familie, um die es in dem Beitrag ging, hatte drei Kinder und war voller Enthusiasmus (außer das älteste der drei Kids). Darum scherte man sich aber nicht, denn viel wichtiger war es, dass Mama und Papa sich in Kanada erst mal um einen Platz zum Schlafen kümmern - für sich und den Rest der Familie. Kein Scherz: alle fünf kamen am Flughafen an und hatten nicht einmal eine Bleibe, um sich von der anstrengenden Reise zu erholen. Weitere 9 Stunden (!!!) waren sie unterwegs, bis sie endlich ein - leicht überteuertes - Motel fanden, in dem sie unterkommen konnten. Allein soviel Unverstand gehört doch bestraft, oder was meint Ihr? Aber das Schlimme war ja nicht nur, dass sie kein Bett bzw. keine Wohnung etc. zur Verfügung hatten, um sich auch in den ersten Tagen an die neue Heimat zu gewöhnen - es war ja nicht einmal für einen Job gesorgt!! Wie kann das sein?? Die Eltern haben doch Verantwortung zu tragen, oder? Bin mal auf Eure Reaktionen gespannt. Gruß, SonnenanPeter

wind.anne

Anfänger

Beiträge: 3

8

Dienstag, 17. März 2009, 07:10

auswandern

Ja, SonnenanPeter (cooler Nickname übrigens 8) ), den Bericht im Fernsehen habe ich auch gesehen. Eine Zumutung - vor allem für die Kids. Da war richtig zu spüren, dass die Eltern in erster Linie an die eigenen Bedürfnisse gedacht und die Ansprüche der Kinder total im Hintergrund gelassen haben. Aber wie ich aus einem entsprechenden Zeitschriftenbericht erfahren habe, hat Daddy nun mittlerweile einen Job als LKW-Fahrer, der Mutter steht im selben Unternehmen ein netter Teilzeit-Job in Aussicht und die Kiddies selbst haben nun alle einen Platz in der örtlichen Schule. Und so wie es aussieht, haben sie sich auch schon so richtig dort eingelebt; erste Schulfreunde gibt's offenbar auch schon. Was ich damit sagen wollte: viele TV-Berichte basieren nicht selten auf Effekthascherei. Inwieweit die Verhältnisse, so wie sie kürzlich geschildert wurden, also ernstzunehmen waren, bleibt also dahingestellt. Fakt ist jedenfalls, dass es zwar nun allen gut geht - und ihnen diese unüberlegten Planungen bei ihrem nächsten Auswander-Vorhaben :rolleyes: wohl nicht noch einmal passieren werden. Stimmt's oder hab' ich Recht? Gruß, Anne